Einrichtung
KI-Agent für die Telefonie erstellen: So richten Sie Ihren ersten Telefonagenten ein
Einen KI-Agenten für die Telefonie erstellen Sie heute ohne Programmierkenntnisse. Bei sipgate sona hinterlegen Sie Ihre Website, wählen einen Charakter und einen ersten Ablauf und rufen Ihren Agenten zum Test einfach selbst an. Die Grundeinrichtung dauert rund zehn Minuten. Bis der KI Voice Agent so klingt, wie Sie es sich wünschen, planen Sie am besten einen Nachmittag ein.
Was ist ein KI-Agent für die Telefonie?
Ein KI-Agent für die Telefonie, oft auch Voice Agent oder AI Voice Agent genannt, nimmt Anrufe entgegen, versteht im freien Gespräch, worum es geht, und kümmert sich darum: Er beantwortet die Frage selbst, nimmt eine Rückrufbitte auf, bucht einen Termin oder verbindet mit der richtigen Person. Anders als ein Sprachmenü sagt er nicht „Drücken Sie die 1“, sondern hört zu. Nach jedem Anruf fasst er das Gespräch schriftlich zusammen, damit Ihr Team weiß, was besprochen wurde.
Was Sie vor dem Start brauchen
Für einen KI-Telefonagenten brauchen Sie weniger, als viele denken. Eine kurze Beschreibung Ihres Unternehmens, die Fragen, die Ihnen Kund:innen ohnehin jeden Tag stellen, und eine Rufnummer. Eine eigene Telefonanlage ist nicht nötig. sipgate sona funktioniert über eine Rufweiterleitung mit den gängigen Telefonanlagen, egal bei welchem Anbieter Sie sind. Und zum Start bekommen Sie für sieben Tage eine Rufnummer, unter der Ihr Agent sofort erreichbar ist.
Kann ich einen KI-Telefonagenten ohne Programmierkenntnisse erstellen?
Ja. Bei sipgate sona schreiben Sie keine Prompts, sondern beantworten fachliche Fragen: Was macht Ihr Unternehmen, welche Anliegen kommen häufig vor, an wen soll der Agent übergeben. Bausteine wie Playbooks oder Wissensdokumente ziehen Sie per Drag-and-drop in Ihren Agenten. Technisches Wissen brauchen Sie erst, wenn der Agent während des Gesprächs auf ein CRM oder einen Shop zugreifen soll. Warum dieser Weg verlässlicher ist als ein langer Prompt, erklärt der Ratgeber Managen statt prompten.
In sechs Schritten zum ersten Agenten
So richten Sie einen KI-Telefonagenten mit sipgate sona ein:
- Website hinterlegen. sipgate sona liest Ihre Website aus und füllt Unternehmensname, Branche und Beschreibung vor. Im Hintergrund entstehen dabei schon erste Kundenfragen.
- Unternehmensprofil prüfen. Passen Sie die Angaben so an, wie Sie Ihr Unternehmen einem Kunden am Telefon erklären würden.
- Charakter festlegen. Ein Character Set bestimmt Sprachstil, Stimme und Ansprache in einem. Hier legen Sie auch die Sprache und den Begrüßungstext fest.
- Playbook auswählen. Eine Vorlage, etwa für Rückrufbitten, gibt Ihrem Agenten seinen ersten Ablauf.
- Summaries aktivieren. Nach jedem Anruf bekommen Sie eine E-Mail mit Rufnummer, Zeitpunkt, Dauer und Inhalt des Gesprächs.
- Agent testen. Rufen Sie die angezeigte Nummer an und führen Sie ein ganz normales Gespräch.
Die Klick-für-Klick-Anleitung finden Sie im Quickstart im sipgate Hilfecenter.
Wie lege ich fest, welche Aufgaben der KI-Agent übernehmen soll?
Die Aufgaben eines KI-Agenten legen Sie über Playbooks fest. Ein Playbook beschreibt, wie der Agent ein bestimmtes Anliegen bearbeitet, zum Beispiel eine Rückrufbitte mit Name und Telefonnummer aufnehmen oder eine Störungsmeldung erfassen. Fangen Sie mit einem einzigen Anliegen an, und zwar mit einem, das oft vorkommt und immer ähnlich abläuft. Fragen zu Öffnungszeiten, zum Lieferstatus oder zu Terminen sind ein guter Start.
Wie gebe ich dem KI-Agenten das nötige Wissen über mein Unternehmen?
Ein KI-Agent bei sipgate sona lernt Ihr Unternehmen auf zwei Wegen kennen. Kundenfragen sind kurze Frage-Antwort-Paare, etwa „Wann haben Sie geöffnet?“, gern in mehreren Formulierungen. Die Wissensdatenbank nimmt alles Ausführlichere auf, zum Beispiel Produktinformationen oder FAQs als PDF, Word- oder Markdown-Datei bis 10 MB. Die besten Kundenfragen stecken übrigens in Ihren alten Support-Mails.
Zwei Dinge sollten Sie dabei beachten. Pflegen Sie Inhalte nur an einer Stelle, denn widersprüchliche Angaben machen die Antworten unsicher. Und hinterlegen Sie nur, was Anrufende auch erfahren dürfen.
Der Testanruf: So prüfen Sie Ihren Agenten vor dem Live-Gang
Einen KI-Telefonagenten testen Sie am besten so, wie Ihre Kund:innen anrufen würden. Stellen Sie dieselbe Frage einmal direkt, einmal umgangssprachlich und einmal nur halb. Unterbrechen Sie den Agenten, sprechen Sie schnell, rufen Sie von unterwegs an. Danach lohnt der Blick ins Transcript: Sind die Antworten verständlich? Zu lang? Wiederholt sich der Agent?
Spannend wird es bei Fragen, auf die der Agent keine Antwort hat. Ein guter Agent sagt das offen und bietet eine Weiterleitung oder einen Rückruf an. Am ehrlichsten ist das Feedback übrigens von Kolleg:innen, die das Projekt nicht kennen. Nach jeder größeren Änderung haben sich drei bis fünf kurze Testanrufe bewährt.
Wie lange dauert die Einrichtung und was kostet sie?
Die Grundeinrichtung eines KI-Agenten mit sipgate sona dauert rund zehn Minuten, ein Agent, der wirklich zu Ihnen passt, entsteht meist an einem Nachmittag. Eine Einrichtungsgebühr oder Mindestlaufzeit gibt es nicht, und der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos.
| Tarif | Preis pro Monat (zzgl. MwSt.) | Inklusivminuten | Gleichzeitige Anrufe | Sprachen |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 € | 500 | 1 | 1 (Deutsch) |
| Starter | 69,95 € | 1.000 | 2 | 9 |
| Scale | 199,95 € | 3.000 | 2 | 9 |
| Enterprise | ab 449,95 € | ab 5.000 | unbegrenzt | 9 |
Jede weitere Minute kostet 0,12 €, im Enterprise-Tarif 0,10 €. Abgerechnet wird nur die Zeit, in der Ihr Agent tatsächlich spricht. Klingeln und nicht angenommene Anrufe kosten nichts. Alle Details stehen auf der Preisseite.
Was beim ersten Agenten oft schiefgeht
Der häufigste Fehler ist zu viel auf einmal. Ein Agent, der vom ersten Tag an zehn Anliegen beherrschen soll, ist kaum sinnvoll zu testen. Besser ist ein Anliegen, das sauber funktioniert, und dann das nächste.
Ähnlich tückisch sind Kundenfragen, die sich zu sehr ähneln. „Wie erreiche ich die Hotline?“ und „Wie erreiche ich den Kundendienst?“ meinen für den Agenten fast dasselbe. Trennen Sie Themen klar, dann ordnet er Anliegen zuverlässiger zu.
Und schließlich die Begrüßung. Sie wird Wort für Wort vorgelesen, ein Satz zur Vorstellung und eine offene Frage reichen. Wichtig ist der Hinweis, dass hier ein digitaler Service spricht. „Hallo, hier ist die digitale Assistenz von Müller Haustechnik“ erfüllt diese Pflicht schon.
Wie Sie den fertigen Agenten in Ihre Anrufannahme einbinden, lesen Sie im Ratgeber Anrufannahme mit KI automatisieren.
Fazit
Einen KI-Agenten für die Telefonie zu erstellen, ist heute vor allem eine Frage der Vorbereitung. Wer seine häufigsten Anliegen kennt und sie klar beschreibt, hat nach einem Nachmittag einen Agenten, der echte Anrufe annimmt. Die schönste Arbeit beginnt danach: Gespräche nachlesen, Wissen ergänzen und zusehen, wie der Agent mit jeder Woche besser wird.
Häufige Fragen
Kann ich mehrere KI-Agenten anlegen?
Ja. Bei sipgate sona legen Sie in jedem Tarif so viele Agenten an, wie Sie möchten, zum Beispiel einen pro Sprache oder pro Standort.
Welche Sprachen spricht der Agent?
sipgate sona führt Gespräche auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Polnisch, Niederländisch, Arabisch, Türkisch und Russisch. Im Free-Tarif steht Deutsch zur Verfügung, ab Starter alle neun Sprachen.
Kann ich meine bestehende Rufnummer behalten?
Ja. Sie richten bei Ihrem bisherigen Anbieter eine Weiterleitung auf die Rufnummer des Agenten ein oder portieren die Nummer zu sipgate.
Wie lange darf ein Gespräch dauern?
Gespräche mit dem Agenten sind auf 10 Minuten begrenzt.